Home > Allgemein > Demo in Friedrichshain um 20 Uhr gestartet, Situation angespannt

Demo in Friedrichshain um 20 Uhr gestartet, Situation angespannt

Dezember 5th, 2009 - 20:07 Einen Kommentar schreiben Kommentare

Unsere Demo “Keine Räumung ist vergessen – Wer Wind säht, wird Sturm ernten!” 20 Uhr hat noch nicht “offiziell” begonnen. Etwa 100 Demonstrationsteilnehmer sind vor Ort – aber durch die – in rauer Menge auftretenden Polizeibeamten und Zivi’s – sehr verteilt. Es gibt Vorkontrollen! Die Situation ist seitens der Polizei angespannt: Am U-Bhf. Samariterstrasse (U-Silvio Meier Str) warten zwei Wasserwerfer, Räumpanzer sowie eine technische Hilfseinheit.

Karte von der Umgebung

(Update von 20:11 und 20:22 enthalten)

Hier nochmal die Inhalte des Aufrufs zur Demo:

Am Dienstag den 24.11.2009 wurde in Berlin wieder einmal ein Haus geräumt. Die Bewohner_Innen der Brunnenstraße 183 in Berlin-Mitte wurden gewaltsam durch die Polizei aus ihrem Haus geworfen. Die Leute mussten ihr gesamtes Hab und Gut zurücklassen und saßen erstmal auf der Straße oder im Knast.

An diesem Beispiel wird einmal mehr einiges deutlich:

- Dem Senat liegt mehr an finanzkräftigen Investoren, als an den Menschen, die in Berlin leben und nicht viel Geld zur Verfügung haben (wollen). Letztere werden strukturell aus der Innenstadt verdrängt.
- Dabei wird das ansonsten ach so wichtige “Recht” gerne auch mal übergangen. Dass auch diese Räumung “illegal” war, zeigt nur allzu deutlich die Scheinheiligkeit dieser so genannten “Demokratie” auf. Ein “Rechtsstaat”, der nur den Reichen, Mächtigen und Angepassten dient, ist für uns nix wert!
- Große Teile der Presse schaffen aktuell zunehmend eine Stimmung der Ausgrenzung und Verfolgung gegenüber der linken Szene. Allen voran der Springer-Verlag, der vor nicht allzu langer Zeit forderte: “Räumt die Terror-Nester” und Namen, Adressen und Fotos von linken Aktivist_Innen und deren Angehörigen veröffentlichte.
- Allein die Kosten für den Räumungseinsatz der Polizei dürften den Preis des Hauses bei weitem übersteigen. Hinzu kommen die Ausgaben für die immer noch andauernden Solidaritäts-Aktionen, nicht nur in Berlin.

Wir sind wütend!

…und das hat sich gezeigt. Radikale Antworten auf diese Räumung gibt es in Berlin jede Nacht. Und auch an anderen Orten teilen Menschen unseren Kampf um ein selbstbestimmtes Leben. Es geht uns lange nicht nur um die Brunnenstraße, sondern um die gesamten Auswirkungen des Kapitalismus und der neoliberalen Stadtpolitik. Wer bestimmt hier eigentlich, wer wo wohnen darf?!

Wir möchten euch hiermit einladen, dieses Wochenende zur Demo zu kommen und mit uns zusammen die Wut auf die Straße zu tragen.

Es wird ein radikal heißer Winter in Berlin!

Merry Crisis And A Happy New Fear!

KategorienAllgemein
  1. Bisher keine Kommentare
  1. Bisher keine Trackbacks
IMPORTANT! To be able to proceed, you need to solve the following simple math (so we know that you are a human) :-)

What is 5 + 4 ?
Please leave these two fields as-is: